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⚽ Erst Hubschrauber, dann Deutschland – ein perfekter WM-Tag

​🚁 Hubschrauber, Deutschland-Spiel und ein Abend, den keiner geplant hatte

Der heutige Tag begann für Hendric und mich mit einem ganz besonderen Highlight.

Schon gestern, als wir durch die Straßen von New York schlenderten, fielen uns immer wieder die zahlreichen Hubschrauber auf, die über Manhattan kreisten.

Irgendwann fragte ich in die Runde:

“Sollen wir das nicht auch einfach mal machen? Das muss doch unfassbar geil sein!”

Die Antwort der anderen kam wie aus der Pistole geschossen:

“Unbezahlbar!”

Doch irgendwie ließ mich der Gedanke nicht mehr los.

Abends im Bett griff ich schließlich doch noch einmal zum Handy und begann zu recherchieren.

Wie läuft so ein Flug eigentlich ab?

Und vor allem:

Was kostet der Spaß wirklich?

Nach kurzer Suche stieß ich tatsächlich auf einen Anbieter, der genau das richtige Paket im Angebot hatte.

20 Minuten Flug.

Offene Türen.

Und das Ganze für gerade einmal 99 Dollar zuzüglich ein paar Buchungsgebühren.

Da musste ich Hendric nicht lange überreden.

Gesagt.

Gebucht.

Um 7:45 Uhr mussten wir schließlich am Hangar sein.

Langsam stieg die Nervosität.

Es folgten die Sicherheitseinweisung, zahlreiche Hinweise für den Notfall und natürlich die obligatorischen Sicherheitsvideos.

Kurz darauf standen wir bereits vor den Hubschraubern.

Hendric wurde sogar als Co-Pilot ausgewählt.

Das beruhigte mich zunächst etwas.

Bis ich bemerkte, dass unser Hubschrauber überhaupt keine Türen hatte.

In diesem Moment stieg der Puls dann doch noch einmal deutlich an.

Mit sechs Passagieren und unserem Piloten hoben wir schließlich ab.

Und was soll ich sagen?

Diese 20 Minuten waren schlichtweg atemberaubend.

Wir flogen entlang der Skyline von Manhattan, vorbei an den berühmtesten Sehenswürdigkeiten der Stadt.

Die Freiheitsstatue.

Der Hudson River.

Die Wolkenkratzer.

Alles lag plötzlich unter uns.

So nah.

So beeindruckend.

So etwas vergisst man nicht.

Natürlich lief die Kamera während des gesamten Fluges auf Hochtouren.

Als wir wieder landeten, waren wir einerseits froh, festen Boden unter den Füßen zu haben.

Andererseits aber auch unglaublich glücklich, diese spontane Entscheidung getroffen zu haben.

Manchmal muss man einfach machen.

Zurück im Hotel blieb allerdings nicht viel Zeit.

Schnell duschen.

Deutschland-Trikot anziehen.

Und schon ging es weiter.

Die anderen beiden Jungs waren bereits fertig und gemeinsam machten wir uns frühzeitig auf den Weg Richtung MetLife Stadium.

Bereits gegen 11 Uhr waren wir vor Ort.

Übrigens:

Die viel diskutierten Uber-Preise rund ums Stadion können wir nicht bestätigen.

Für gerade einmal rund 10 Euro kamen wir ganz entspannt bis in Stadionnähe.

Von den teilweise absurden Preisen, über die in den Medien berichtet wurde, war zumindest bei uns nichts zu spüren.

Vor dem Stadion machten wir es uns zunächst in einer kleinen Mall gemütlich und stimmten uns bei Essen und Getränken auf das Spiel ein.

Doch diesmal fühlte sich alles irgendwie anders an.

Keine große Nervosität.

Kein Kribbeln.

Kein Druck.

Wahrscheinlich lag es einfach daran, dass Deutschland sportlich bereits alles erreicht hatte.

Der Gruppensieg war sicher.

Und genau dieses Gefühl spiegelte sich später irgendwie auch auf dem Rasen wider.

Auffällig war außerdem, wie viele Fans aus Ecuador unterwegs waren.

In der Mall waren sie sogar deutlich in der Überzahl.

Immer wieder wurden wir gefragt, ob wir gemeinsam Fotos machen würden.

Natürlich ließen wir uns das nicht zweimal sagen.

Im Stadion angekommen verlief der Einlass erneut völlig problemlos.

Kurz darauf saßen wir bereits auf unseren Plätzen im Mittelrang.

Die Hymnen wurden – wie immer – lautstark mitgesungen.

Und natürlich sorgte auch dieser Moment wieder für Gänsehaut.

Zum Spiel selbst gibt es diesmal gar nicht so viel zu sagen.

Deutschland erwischte einen Traumstart und ging früh in Führung.

Danach lief allerdings nicht mehr besonders viel zusammen.

Die Leichtigkeit fehlte.

Die Konzentration ließ nach.

Und am Ende stand eine verdiente Niederlage gegen Ecuador.

Eine Niederlage, die sich allerdings erstaunlich entspannt anfühlte.

Denn Platz eins war bereits sicher.

Das große Ziel war längst erreicht.

Nach dem Schlusspfiff ließen wir den Abend zunächst in einer Sportsbar direkt am Stadion ausklingen.

Bei einem kühlen Getränk blickten wir gemeinsam auf die Gruppenphase zurück.

Viel Licht.

Aber auch einige Momente, in denen unsere Mannschaft noch Luft nach oben hatte.

Eigentlich wollten wir anschließend direkt zurück ins Hotel fahren.

Doch manchmal schreibt eine Reise ihre schönsten Geschichten ganz von allein.

Als die Uber-Preise nach dem Spiel von rund 140 Dollar auf knapp 20 Dollar gefallen waren, stiegen wir schließlich in ein Taxi.

Während der Fahrt erzählte uns der Fahrer von einer kleinen Kneipe ganz in der Nähe unseres Hotels.

“Da müsst ihr unbedingt noch hin”, meinte er.

Gesagt.

Getan.

Und was für eine Entscheidung das war.

Wir verbrachten dort noch mehrere Stunden, unterhielten uns mit der Barbesitzerin und einigen Einheimischen über Gott und die Welt.

Natürlich ging es dabei vor allem um Fußball.

Genau diese ungeplanten Begegnungen machen eine Reise am Ende oft unvergesslich.

Irgendwann fielen wir schließlich müde, aber glücklich ins Bett.

Wieder einmal mit unzähligen neuen Erinnerungen im Gepäck.

Doch unsere Reise ist noch lange nicht vorbei.

Ein weiterer Tag in New York wartet noch auf uns.

Anschließend geht es weiter nach Philadelphia.

Und schließlich nach Boston.

Wir haben richtig Bock auf alles, was noch kommt.

Vielen Dank, dass ihr unsere Reise begleitet.

Wir halten euch natürlich weiter auf dem Laufenden.

Viele Grüße

Euer Team Deutschland 🇩🇪⚽🚁🗽


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