🌎 Goodbye North America – Danke für 17 unvergessliche Tage
Knapp zweieinhalb Wochen sind seit unserem ersten Blogeintrag vergangen.
In dieser Zeit haben über 3.000 Leserinnen und Leser unsere Reise begleitet.
Darauf sind wir unglaublich stolz.
Vor allem möchten wir aber einfach einmal Danke sagen.
Danke, dass ihr euch die Zeit genommen habt, unsere Zeilen zu lesen.
Danke, dass ihr mitgefiebert, mitgelacht, mitgelitten und uns das Gefühl gegeben habt, dass ihr ein Teil dieser Reise wart.
Genau dafür haben wir diesen Blog geschrieben.
Wie nach jeder Welt- oder Europameisterschaft, die wir bisher besucht haben – egal ob Brasilien, Frankreich oder Russland – möchten wir zum Abschluss noch einmal ein kleines Fazit ziehen und diese außergewöhnliche Reise einordnen.
Unsere Erwartungen – und die Realität
Ehrlicherweise hätten wir mit einem etwas mulmigen Gefühl nach Nordamerika reisen müssen.
Nicht, weil wir uns auf die Reise selbst nicht gefreut hätten.
Sondern weil man im Vorfeld kaum etwas Positives lesen oder hören konnte.
Die Presse und viele Fernsehsender zeichneten ein Bild von einer Weltmeisterschaft voller Probleme.
Es war die Rede von einsturzgefährdeten Stadien, unerträglicher Hitze, Sicherheitsproblemen, politischen Spannungen, überforderten Flughäfen, stundenlangen Wartezeiten, leeren Stadien und völlig überteuerten Preisen.
Hätte man all das geglaubt, wäre wahrscheinlich kaum Vorfreude aufgekommen.
Da wir allerdings bereits einige große Turniere live erlebt haben, wussten wir auch:
Vor jeder WM und jeder EM entstehen ähnliche Schlagzeilen.
Und bisher stellte sich vieles davon vor Ort als deutlich weniger dramatisch heraus.
So war es auch diesmal.
Ganz ehrlich:
Diese Weltmeisterschaft gehört für uns zu den besten, die wir jemals erleben durften.
Drei Länder – drei völlig unterschiedliche Eindrücke
Das Besondere an dieser WM war natürlich, dass wir gleich drei Gastgeberländer kennenlernen durften.
🇺🇸 USA
🇲🇽 Mexiko
🇨🇦 Kanada
Jeweils mit ihrer eigenen Kultur, ihren Menschen und ihrem ganz eigenen Charakter.
Gerade dieser Mix machte die Reise für uns so besonders.
Land, Leute und Gastfreundschaft
Wir wurden überall herzlich empfangen.
Egal ob am Flughafen, im Hotel, im Restaurant oder einfach auf der Straße.
Nie hatten wir das Gefühl, unerwünscht oder unsicher zu sein.
Gerade Städte wie Mexiko-Stadt oder New York werden häufig als schwierig dargestellt.
Unsere Erfahrungen waren jedoch durchweg positiv.
Nicht ein einziges Mal wurden wir übers Ohr gehauen.
Keine Probleme mit Taxifahrten.
Keine unangenehmen Situationen.
Keine negativen Erfahrungen.
Ganz im Gegenteil.
Wenn wir Hilfe brauchten, halfen uns Einheimische sofort weiter.
In Restaurants und Bars begegnete man uns mit einer Herzlichkeit, die uns wirklich beeindruckt hat.
Man hatte oft das Gefühl:
Der Gast ist hier wirklich König.
Sehenswürdigkeiten ohne Stress
Wir hatten eigentlich erwartet, dass aufgrund der Weltmeisterschaft sämtliche Sehenswürdigkeiten komplett überlaufen sein würden.
Doch genau das Gegenteil war der Fall.
Empire State Building.
CN Tower.
Niagara-Fälle.
Freiheitsstatue.
Überall kamen wir ohne lange Wartezeiten hinein.
Alles war hervorragend organisiert.
Ein weiteres Highlight war für uns die Foodtour durch Mexiko-Stadt.
Sie hat uns nicht nur kulinarisch begeistert, sondern uns auch einen ganz anderen Blick auf die Kultur und das Leben der Menschen ermöglicht.
Eine absolute Empfehlung.
Unsere Route
In nur 17 Tagen besuchten wir:
🇺🇸 Houston
🇺🇸 Atlanta
🇲🇽 Cancún
🇲🇽 Mexiko-Stadt
🇨🇦 Toronto
🇨🇦 Niagara Falls
🇺🇸 New York
🇺🇸 Philadelphia
🇺🇸 Boston
Ein perfekter Mix aus Millionenmetropolen, traumhaften Stränden, Naturwundern und Weltklasse-Sport.
Und genau deshalb fällt es uns auch unmöglich, eine Lieblingsstadt zu benennen.
Jede einzelne hatte ihren ganz eigenen Charme.
Reisen zwischen den Städten
Auch hier wurden im Vorfeld viele Probleme angekündigt.
Überfüllte Flughäfen.
Lange Schlangen.
Streiks.
Chaos.
Unsere Erfahrung?
Fast gar nichts davon trat ein.
Egal ob Flüge, Grenzkontrollen oder Autofahrten.
Alles verlief erstaunlich entspannt.
Bis auf den einen oder anderen Stau funktionierte die gesamte Logistik nahezu reibungslos.
FIFA, Stadien und Organisation
Wir Deutschen sind ja bekannt dafür, gerne auch einmal zu meckern.
Diesmal fällt uns das allerdings schwer.
Wir haben insgesamt acht WM-Spiele in sieben verschiedenen Stadien besucht.
Und bis auf den Einlass beim ersten Deutschland-Spiel in Houston, bei dem wir rund 30 Minuten in der Hitze warten mussten, lief wirklich alles hervorragend.
Die Einlasskontrollen waren schnell.
Die Volunteers überall freundlich und hilfsbereit.
Die digitale Ticket-App funktionierte problemlos.
So unkompliziert kann ein Stadionbesuch sein.
Auch die Atmosphäre war deutlich besser, als viele Experten vorhergesagt hatten.
Im Vorfeld wurde häufig behauptet, die Stadien würden leer bleiben.
Davon haben wir persönlich nichts gesehen.
Natürlich gab es hier und da einzelne freie Plätze.
Aber insgesamt waren die Arenen beeindruckend gut gefüllt.
Und entsprechend gut war auch die Stimmung.
Besonders die Eröffnungszeremonien mit der Musik von Shakira und vielen weiteren Künstlern sorgten jedes Mal wieder für Gänsehaut.
Ein Kritikpunkt bleibt
Einen Punkt möchten wir allerdings nicht verschweigen.
Die Ticketpreise.
Wir selbst hatten großes Glück und konnten die Deutschland-Spiele über die Verlosung für rund 50 Euro besuchen.
Doch wer über die normalen FIFA Kanäle Karten kaufen wollte, musste teilweise zwischen 300 und 1.200 Euro für ein einziges Spiel bezahlen.
Das darf aus unserer Sicht keine Zukunft des Fußballs sein.
Eine Weltmeisterschaft muss für möglichst viele Fans bezahlbar bleiben.
Fußball lebt von den Menschen und der Stimmung auf den Rängen.
Nicht ausschließlich von VIPs und denen, die sich solche Preise problemlos leisten können.
Was am Ende wirklich zählt
Natürlich hätten wir unsere Mannschaft gerne noch länger begleitet.
Natürlich tat das Ausscheiden weh.
Aber wenn wir ehrlich sind, ist das Sportliche am Ende nur ein kleiner Teil einer solchen Reise.
Viel wichtiger sind die Erinnerungen.
Die Begegnungen.
Die Freundschaften.
Die Geschichten.
Dass man gesund bleibt.
Dass nichts passiert.
Dass man gemeinsam lacht.
Und genau das haben wir erlebt.
Jeder einzelne Plan ist aufgegangen.
Jede noch so verrückte Idee konnten wir umsetzen.
Wir haben drei Länder bereist, acht WM-Spiele erlebt, tausende Kilometer zurückgelegt und Erinnerungen gesammelt, die uns ein Leben lang begleiten werden.
Ob unsere Mannschaft auf dem Platz immer alles gegeben hat, darüber kann jeder seine eigene Meinung haben.
Wir auf den Rängen können für uns jedenfalls sagen:
Wir haben alles gegeben.
Danke.
Während ich diese letzten Zeilen schreiben, befinden wir uns im Landeanflug nach Amsterdam.
Von dort geht es weiter nach Düsseldorf.
Wir freuen uns jetzt auf unsere Familien, unsere Freunde und auf Zuhause.
Die Weltmeisterschaft werden wir selbstverständlich weiter verfolgen – diesmal allerdings vom heimischen Sofa.
Und in zwei Jahren?
Da greifen wir wieder an.
Bei der Europameisterschaft in England, Schottland und Irland.
Ein Traum steht nämlich noch auf meiner persönlichen Fußball-Bucket-List:
Deutschland einmal live zum Europameister werden sehen.
Vielleicht klappt es ja dort.
Zum Abschluss bleibt nur noch eines zu sagen:
Danke.
Danke an euch.
Danke an unsere Familien.
Danke an unsere Freunde.
Danke an alle, die unsere Reise begleitet haben.
Und natürlich:
Thank you, USA 🇺🇸.
Gracias, México 🇲🇽.
Thank you, Canada 🇨🇦.
…for one of the greatest adventures of our lives.
Bis zum nächsten Turnier.
Euer WM-Reiseteam 🇩🇪⚽🌍

Ich sage ebenfalls DANKE - ich habe eure Berichte immer gerne und zeitnah gelesen, denn auch ich weiß, dass das Persönliche noch mal viel intensiver wirkt als ein normaler Reisebericht. DANKE dafür, dass ihr uns mitgenommen habt!!
ReplyDelete